Kabeltechnik in der neuen Elektronik

Kabelherstellung

Besitzer älterer Automodelle werden das Phänomen Kabelbruch in einigen Fällen sicherlich kennen: Ein Teil der Auto Elektronik oder unterschiedliche Anzeigen fallen plötzlich aus, ohne dass es einen ersichtlichen Grund dafür gibt. Die Ursache für derartige Defekte liegt häufig in der Verlegung der unterschiedlichen Kabel und Elektrokomponenten in den älteren Automodellen. Immer dort, wo um Ecken und Kanten verlegt werden muss, besteht das erhöhte Risiko eines Kabeldefekts.

Doch auch im Bereich der Computertechnologie kommt es immer wieder zu derartigen Vorfällen. Egal, ob Desktop-Computer, Notebook oder Laptop: Kein Gerät, in dem Kabel verbaut sind bzw. mit dem Kabel verwendet werden, ist gegen einen potentiellen Kabelbruch gefeit.

Die Autoindustrie fügt ihre Kabel zu größeren Verstrebungen, die als Kabelbäume bezeichnet werden, zusammen und umgibt und letztere mit einer speziellen aus Kunstharz, um das Kabelmaterial besonders widerstandsfähig zu machen.

Die Computer Industrie hingegen setzt auf ein hochwertiges Kabelinnenleben, das den alltäglichen Belastung gewachsen ist und auch nach mehreren Jahren nur eine leichte Materialermüdung aufweist. Die Computer- und Ladekabel der mobilen Laptop und Notebook Geräte sind großzügig verstärkt und mit ausreichend Schutzisolierung umgeben, sodass auch das gelegentliche Biegen dem Material nur wenig zusetzt.

Notebook- und Laptop-Ladekabel

Die neuen Modelle der mobilen Computergeräte sind zunehmend sparsamer und kommen heute bei regelmäßiger Belastung schon bis zu 12 Stunden mit einer Akkuladung hin. Irgendwann aber müssen alle Geräte dann doch wieder an die Steckdose. Einige Kunden klagen über Kabelzubehör, das bereits nach wenigen Monaten defekt ist. Und in der Tat ist festzustellen, dass Kabelzubehör, der oft mobile Verwendung findet, auch schon nach kurzer Zeit Defekte aufweisen kann. Dabei handelt es sich dann in der Regel um einen Wackelkontakt und sogar einen Totaldefekt. Grund dafür ist ein Kabelbruch bzw. ein Kabelanbruch.
Dickere Schutzisolierungen und Verstärkungen an den Kabelenden, die ein übermäßiges Biegen verhindert sollen, ist der momentane Lösungsansatz in der Kabelherstellung. Es gibt jedoch auch schon Forschungsansätze, bei denen an Kabelmodellen geforscht wird, die ein flüssiges, gelartiges Innenleben aufweisen und somit nicht mehr brechen können.